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Schluss mit Vorurteilen: Trekkingrucksack Jack Wolfskin Highland Trail XT 50


Ich glaube, ich habe sie alle schon gehört. Die Sprüche über Touris, die mit bunt gemusterten Jacken durch die Welt spazieren. Und wo die Bärentatze an jeder Ecke zu sehen ist....

Ja ja....

Wer diese Marke nicht auf einer deutschen, elitären Ferieninsel tragen möchte, der darf sich gerne anderswo umschauen. Der Markt gibt ja schließlich in jedem Preissegment etwas her. Ich persönlich gebe nichts auf so einen Blödsinn, habe mir aber schon zum Ziel gesetzt, dass ich keinen Schrott mehr kaufe. Es stimmt schon: Wer billig kauft, kauft zweimal.

Genug des Vorgeplänkels.

Zur Sache. Ich mag es beraten zu werden. Mag die Dinge gerne testen und anfassen, bevor ich sie kaufe. Klar bin ich auch Inernet-Kunde, aber in diesem Fall war An- und Ausprobieren Pflicht.

Noch längst nicht alles....aber packen fühlt sich einfach gut an :-)
Noch längst nicht alles....aber packen fühlt sich einfach gut an :-)

Mein Urlaub naht und ich möchte wandern gehen. Kann dabei auch sein, dass ich außerplanmäßig übernachten muss. Die Anforderungen an meinen Reisebegleiter waren deshalb folgende:

 

Größe: 50 L plus

Genug Stauraum für eine        mehrtägige Tour.

Geringes Eigengewicht

Sehr gute Trageeigenschaften

Verstellbares Tragesystem

Viele Taschen mit guter Erreichbarkeit

Das Hauptfach sollte von vorne zugänglich sein, damit man nicht den ganzen Rucksack auspacken muss, um an Gegenstände zu kommen, die sich im unteren Teil befinden.

Das verstellbare Tragesystem des XT 50
Das verstellbare Tragesystem des XT 50

Soweit also mein kleines Pflichtenheft.

Ganz klar ist wohl, dass der Kauf eines Rucksacks eine sehr sehr subjektive Angelegenheit ist. Was für die Eine/den Einen passt, muss Anderen noch lange nicht gefallen. Zu groß ist die Spanne der Prioritäten und der Anforderungen.

Ein freundlicher Verkäufer im Store hat meinen Rücken gemessen und mir das Tragesystem netterweise voreingestellt. Passt wie angegossen. Da das Hauptgewicht auf der Hüfte lastet, sind die Polster angenehm dick. Auf beiden Seiten der Polster befinden sich Taschen. Und was ich richtig gut finde ist, dass sich der Hersteller in Sachen Flüssigkeitszufuhr ein kleines, aber sehr sinnvolles Detail hat einfallen lassen:

Die Rechte der beiden Hüfttaschen kann unten per Reißverschluss verlängert werden, um eine Trinkflasche verstauen zu können.


Praktischerweise aus Netzgewebe. Damit die Flasche nicht herausfallen kann, ist ein Gummizug integriert. Natürlich ist die Tasche auch nur mit einem Reißverschluss verwendbar. Dann ist sie noch groß genug, um Handy, Geldbörse, oder anderen Kleinkram unterbringen zu können.

Wer lieber ein Trinksystem nutzt, der bringt den Wasserbeutel in einer separaten Innentasche unter. Eine Öffnung für den Schlauch gibt es natürlich.

Mir gefällt das Design und die Verarbeitung. Alle Nähte sind sehr stabil und an besonders belasteten Stellen ist eine zweite Lage Material hinterlegt. So zum Beispiel an den Schlaufen für die Stöcke, oder an Zubehörhalterungen.

Alle Träger, als auch das Rückenteil sind zur besseren Belüftung mit Mesh-Gewebe ausgestattet.

Die Tasche für den Wasserbeutel befindet sich unterhalb der gelben Lasche.
Die Tasche für den Wasserbeutel befindet sich unterhalb der gelben Lasche.

Der Highland Trail besitzt ein Volumen von 50 L und lässt sich per Erweiterung im oberen Teil noch um 5 L vergrößern. Damit sollte diese Größe z.B. auch für viele Jacobsweg-Pilgerer passen.

Sauber verarbeitet: Unter dem Bodenfach befindet sich die Tasche für die mitgelieferte, gelbe Regenhaube.
Sauber verarbeitet: Unter dem Bodenfach befindet sich die Tasche für die mitgelieferte, gelbe Regenhaube.

Jack Wolfskin liefert die Regenhaube mit. Andere Hersteller lassen sich das extra bezahlen. Die Haube kann unten am Rucksack per Verschluss befestigt werden, damit ein Hochrutschen verhindert wird.

Wichtig, im Falle eines Falles. Rettungssignale und internationale Rufnummern.
Wichtig, im Falle eines Falles. Rettungssignale und internationale Rufnummern.

Auf der Innenseite des Deckels befinden sich Rettungs-Piktogramme und eine weitere, verdeckte Innentasche. Natürlich ist auch das Bodenfach per Reißverschluss vom Hauptfach trennbar und auch von außen zugänglich.

Fazit:

Ich finde, dass die Leute von Jack Wolfskin hier einen praxisgerechten, gut verarbeiteten und durchdachten Rucksack entwickelt haben.

Meine Wanderung wird zeigen, inwieweit sich dieser positive Eindruck in der Praxis bestätigt. Zum Schluss sei noch erwähnt, dass der Hersteller, anders als bei seinen anderen Produkten, eine Garantie von 3 Jahren gewährt. Ein Novum, wie ich finde.

Der Straßenpreis liegt zwischen 160€  und 200 €. Ich habe für meinen 179 € bezahlt und noch ein Verbandspäckchen samt Tasche geschenkt bekommen.

Und nun: Auf in`s Land wo Berge sind und die Zitronen wachsen...

 

Euch eine gute Zeit,

Marcus


Bildergalerie zum XT 50

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