Corona / Krise?

Einfach mal an die frische Luft  - Die Ruhrmündung in Duisburg. Dank an Regina Rau für das Foto :-)
Einfach mal an die frische Luft - Die Ruhrmündung in Duisburg. Dank an Regina Rau für das Foto :-)

Ich wohne alleine.

Das ist in der Regel ganz cool, sorgt aber im Moment dafür, dass ich mich mehr als sonst, zu Hause beschäftigen muss.

Klingt negativ? Soll es nicht.

So schlimm wie die Situation ist, so sehr lenkt sie anderhersherum meinen Fokus wieder auf Dinge, die ich schon sehr lange nicht mehr getan habe. Ich stelle z.B. fest, dass ich kommunikativer werde. Gebe zu, dass telefonieren bisher nicht gerade zu meinen Stärken gehört hat. Allerdings war ich schon immer jemand, der neben dem Fotografieren gerne gebastelt, geschraubt, gelötet hat. Und schreiben. Schreiben finde ich immer noch wunderschön. Es hat etwas meditatives.

Momentan habe ich eine andere, alte Leidenschaft wiederentdeckt. 

Ich baue mir aus Teilen, die ich noch in meinen Regalen gefunden habe (wieder mal) eine Kameradrohne.

Keine Angst, es geht hier micht in erster Linie um dieses Teil.

Es ist eher ein Synonym für die aktuelle Situation, in der wir uns befinden. Soll heißen:

Diese Krise weckt neue (alte) kreative Impulse in uns.

Ich meine damit: Legt das Handy zur Seite, macht den Rechner aus und beschäftigt Euch mit Dingen, die gut für`s Gemüt und damit gut für Euch sind.

Lesen, basteln, spielen, gärtnern...whatever. Mir hilft es sehr, wenn ich mal ein paar Stunden aus dem News-Wahnsinn herauskomme. Zumal ich auch beruflich damit zu tun habe.

Home Office von Marcus
Mein "Homeoffice". Schnell aufgebaut und nach Feierabend schnell wieder abgeräumt.
Mittlerweile sind 14 Tage vergangen, an denen ich nur noch halb an meinem Arbeitsplatz vor Ort bin. Den Rest des Arbeitstages verbringe ich im Home Office.
Ist übrigens das erste Mal. Ich muss sagen, dass ich hier deutlich kreativer sein kann, als in der Firma, wo ständig jemand in der Türe steht.
Nach Feierabend sitze ich oft noch an diesem Platz und schreibe meine Blogartikel.
Irgendwie hat diese Zeit mit ihren Kontaktbeschränkungen auch etwas entspanntes.
Selten waren Menschen so kreativ im Umgang miteinander. Selten habe ich so viel Mitmenschlichkeit erlebt.
Aber auch selten so viel Rücksichtslosigkeit. Na ja was solls. Blödmänner hat es auch vor Corona gegeben, sie fallen irgendwie im Moment nur mehr auf.
Sie outen sich durch Klopapier-Hamsterkäufe und einen völlig rücksichtslosen Fahrstil auf fast leeren Autobahnen.
Corona polarisiert und zeigt uns unsere Grenzen auf.
Ein Nano Millimeter großes Etwas stellt die komplette Welt auf den Kopf.
Kostet Menschenleben und Existenzen.
Nach Covid 19 wird (hoffentlich) nichts mehr so sein wie zuvor.
Und das ist auch gut so. Wir haben die einmalige Chance umzudenken und wirklich etwas zum Positiven zu bewegen. In vielerlei Hinsicht.
Fragen drängen sich auf, um deren Beantwortung sich die Menschheit lange gedrückt hat.
Niemals hätte eine andere Situation für einen solchen Logdown gesorgt. 
Von einem (hoffentlich nie eintretenden) Krieg abgesehen.
Was also wollen wir an alten Gewohnheiten wieder aufnehmen, wenn diese Krise vorbei ist?
Wollen wir einfach unser altes Leben genau so fortführen?
Hotel Pesce d `Oro in Verbania, Lago Maggiore, Italien
Hotel Pesce d `Oro in Verbania, Lago Maggiore, Italien
Wenn Ihr in diesen Tagen zum Himmel schaut, dann fällt es auf, dass es keine Kondensstreifen gibt. Die Luft ist sehr klar und nachts sieht man selbst in den Städten mehr Sterne.
Es wäre wünschenswert, wenn die jetzige Situation zu mehr Menschlichkeit, Umweltschutz und Frieden führen würde. Vielleicht sind das ja naive Wünsche. 
Vielleicht sind sie aber auch eine echte Chance auf Veränderung.
Die Türe ist offen. Durchgehen müssen wir schon selbst.

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